• ICH LASSE MEIN LEBEN NICHT VON AUSCHWITZ BEHERRSCHEN / HELMUT MORLOK

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Mit „Ich lasse mein Leben nicht von Auschwitz beherrschen!" - Aus dem Leben und Werk des Architekten Alfred Przybylski (1919-1994) liegt ein Erinnerungsband über Auschwitz, das Konzentrationslager, des Gedenkens und des Neuen Bauens in Polen nach der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten vor, den es so bisher nicht gegeben hat. Er lenkt den Blick auf eine Facette des Lebens und Leidens, aber auch des Neubeginns, die bisher kaum Beachtung fand.
Der in Isny im Allgäu lebende Architekt Helmut Morlok, der im Auftrag von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste einer der Architekten der Internationalen Jugendbegegnungsstätte Oswiecim (Auschwitz) war und in den Jahren 1994 - 2005 Verantwortlicher für den Beitrag der Deutschen Bundesländer zur Erhaltung der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau war, erzählt am Beispiel seines polnischen Kollegen Alfred Przybylskis die Geschichte des sogenannten „Kommando Baubüro". Klar erkennbar wird der unbeugsame Wille, jener Männer im "Kommando Baubüro", die sich in Zeiten der Entmenschlichung ihr Menschsein bewahrten. Morlok lässt den 1994 verstorbenen Architekten zu Wort kommen und ordnet dessen persönliche Geschichte ein, hinterlegt mit zahlreichen Dokumenten, Briefen und Interviews.
Doch die Geschichte endet eben nicht mit der Befreiung der KZ-Häftlinge durch die Alliierten. Der Band gibt Einblick in die Zeit nach dem Krieg, des Wiederaufbaus und legt einen Schwerpunkt auf die Architektur. Morlok erzählt, wie er 1985 Alfred Przybylski zum ersten Mal traf und wie sie über der Planung und dem Bau der Jugendbegegnungsstätte Freunde wurden. Beide verband die gemeinsame Hoffnung, „dass so etwas nie wieder geschehen darf" aufs engste.

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